1. Warum die Versorgungslücke bei Frauen größer ist
Der 'Gender Pension Gap' – die Differenz der Altersbezüge zwischen Männern und Frauen – liegt in Deutschland laut OECD bei rund 30 %. Ursachen sind kürzere Beitragszeiten durch Eltern- und Pflegezeiten, mehr Teilzeitjahre, häufigere Mini-Jobs und ein durchschnittlich niedrigeres Bruttoeinkommen. Die gesetzliche Rente folgt dem Brutto-Verlauf des gesamten Erwerbslebens – jeder Punkt Lohnabschlag, jede Lücke schlägt sich später durch.
Riester ist deshalb gerade für Frauen kein Luxusprodukt, sondern ein Korrekturinstrument: Die Zulagen sind absolut – nicht prozentual. Wer wenig verdient, profitiert relativ am stärksten.

