Altersvorsorgedepot 2027

Altersvorsorgedepot 2027: Die neue staatlich geförderte Altersvorsorge

Mit der Reform 2027 plant der Gesetzgeber den größten Umbau der privaten Altersvorsorge seit Einführung der Riester-Rente. Im Zentrum steht das Altersvorsorgedepot – ein renditeorientiertes Wertpapierdepot ohne 100-Prozent-Beitragsgarantie, dafür mit höheren Ertragschancen, transparenten Kosten und einem klaren Förderpfad für Verbraucher und Selbstständige.

  • Renditeorientiertes Depot statt Garantieprodukt
  • Voraussichtlich auch für Selbstständige geöffnet
  • Unschädlicher Übertrag aus Riester-Altverträgen geplant
  • Transparente Kostenstruktur per Gesetz
  • Förderung über vereinfachte Zulagen und Sonderausgabenabzug
  • Flexible Auszahlung und Verrentung

Warum ein neues Vorsorgeprodukt überhaupt nötig ist

Die Riester-Rente in ihrer heutigen Form gilt seit Jahren als reformbedürftig. Hohe Vertriebskosten, ein verpflichtender 100-Prozent-Garantiezins und eine komplexe Zulagenmechanik haben das Produkt für viele Sparer unrentabel gemacht. Die wissenschaftliche Fokusgruppe private Altersvorsorge hat dem Gesetzgeber 2023 empfohlen, die Förderung grundlegend zu vereinfachen und stärker für renditeorientierte Anlageformen zu öffnen – die politische Umsetzung wird für 2027 erwartet.

Mit dem Altersvorsorgedepot soll erstmals ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot entstehen, das ohne die kostspielige Beitragsgarantie auskommt. Sparerinnen und Sparer tragen damit zwar ein gewisses Schwankungsrisiko, profitieren langfristig aber von der statistisch höheren Rendite breit gestreuter Aktienanlagen.

Was das Altersvorsorgedepot von Riester unterscheidet

  • Keine 100-Prozent-Beitragsgarantie – stattdessen reale Renditechance
  • Höhere Aktienquoten und ETF-Sparpläne erlaubt
  • Transparente Kostenstruktur und gesetzlich gedeckelte Gebühren
  • Vereinfachte Förderlogik – ein einheitliches Antragsverfahren
  • Flexiblere Auszahlung: Verrentung, Auszahlplan oder Mischformen
  • Voraussichtlich Öffnung für Selbstständige und Soloselbstständige

Das Ergebnis: ein Produkt, das mehr Verantwortung an die Sparer überträgt, aber im Gegenzug realistische Chancen auf einen echten Vermögensaufbau bietet – statt eine zu 100 % nominal garantierte, aber inflationsbereinigt häufig negative Rente.

Wie der Übergang aus dem Altvertrag funktioniert

Wer bereits einen Riester-Vertrag bespart, muss diesen nicht zwangsläufig kündigen. Der Gesetzgeber sieht ein unschädliches Wahlrecht vor: Bestehende Guthaben sollen ohne Verlust von Zulagen und Steuervorteilen in das neue Altersvorsorgedepot übertragen werden können. Alternativ kann der Altvertrag weitergeführt oder beitragsfrei gestellt werden.

Welche Option im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Vertragsart, Kostenstruktur, Garantieniveau und persönlicher Risikoneigung ab. Unser Depot-vs-Altvertrag-Rechner liefert eine erste Vergleichsrechnung – konkrete Empfehlungen sind möglich, sobald die finalen Gesetzesparameter veröffentlicht sind.

Was Sie heute schon vorbereiten können

Auch wenn das Altersvorsorgedepot erst 2027 startet, lohnt sich eine fundierte Vorbereitung. Sammeln Sie die aktuellen Standmitteilungen Ihrer Riester-Verträge, prüfen Sie die Kostenquote und stellen Sie sicher, dass der Dauerzulagenantrag aktiv ist. Wer in den kommenden Jahren wechselt, sollte alle Zulagen sauber dokumentiert haben.

Außerdem hilfreich: Klarheit über die eigene Risikoneigung, Restlaufzeit und steuerliche Situation. Der RiesterAPP.de-Schnellcheck deckt alle relevanten Punkte ab und liefert eine neutrale, dokumentierte Einschätzung – kostenlos für den Basis-Check.

Häufige Fragen

Was ist das Altersvorsorgedepot 2027?

Das Altersvorsorgedepot ist der Arbeitstitel für ein neues, staatlich gefördertes Vorsorgeprodukt, das ab 2027 die Riester-Förderung ablösen oder ergänzen soll. Kern ist ein renditeorientiertes Wertpapierdepot ohne die heutige 100-Prozent-Beitragsgarantie, dafür mit höheren Ertragschancen, transparenteren Kosten und flexibleren Anlagemöglichkeiten.

Wer kann das Altersvorsorgedepot nutzen?

Vorgesehen ist eine breite Förderberechtigung – ähnlich wie heute bei Riester, aber voraussichtlich auch für Selbstständige geöffnet. Die finalen Kriterien werden mit dem Gesetz festgelegt. Bestehende Riester-Verträge sollen wahlweise weitergeführt oder in das neue Depot übertragen werden können.

Wie hoch wird die Förderung sein?

Im Gespräch sind eine vereinfachte Zulagenstruktur und ein erweiterter Sonderausgabenabzug. Genaue Beträge stehen erst mit dem finalen Gesetzentwurf fest. Bis dahin gelten die bestehenden Riester-Förderhöhen (175 € Grundzulage, 300 € pro Kind).

Brauche ich eine Beitragsgarantie?

Anders als beim klassischen Riester ist beim Altersvorsorgedepot keine 100-Prozent-Beitragsgarantie vorgesehen. Dafür sollen höhere Aktienquoten möglich werden – langfristig die statistisch wahrscheinlichere Variante für eine reale Rendite oberhalb der Inflation.

Was passiert mit meinem alten Riester-Vertrag?

Bestehende Verträge sollen weitergeführt werden können. Zusätzlich ist ein unschädliches Übertragungsrecht vorgesehen: Wer möchte, soll sein Riester-Guthaben ohne Verlust von Zulagen und Steuervorteilen in das neue Depot überführen können.

Wann startet das Altersvorsorgedepot konkret?

Geplanter Start ist das Förderjahr 2027. Der konkrete Zeitplan hängt vom parlamentarischen Verfahren ab. RiesterAPP.de aktualisiert die Inhalte sofort, sobald verbindliche Regelungen veröffentlicht sind.

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Die Inhalte basieren auf öffentlich verfügbaren Reformentwürfen und stellen keine Rechts- oder Anlageberatung dar. Maßgeblich sind die jeweils gültigen gesetzlichen Regelungen.