Riester-Reform 2027

Riester-Reform 2027: Vereinfachung, Rendite und das neue Altersvorsorgedepot

Die Riester-Reform 2027 ist der größte Umbau der staatlich geförderten Altersvorsorge seit über 20 Jahren. Statt komplizierter Zulagenmathematik und einer 100-Prozent-Beitragsgarantie soll künftig ein einfacheres, renditestärkeres Altersvorsorgedepot zur Verfügung stehen – mit echten Chancen am Kapitalmarkt und einem unschädlichen Übergang für Bestandsverträge.

  • Neues Altersvorsorgedepot ohne Beitragsgarantie
  • Vereinfachte Zulagen- und Steuerlogik
  • Wahlrecht für bestehende Riester-Verträge
  • Voraussichtliche Öffnung für Selbstständige
  • Transparente und gedeckelte Kosten
  • Flexible Auszahlung im Rentenalter

Was die Reform konkret vorsieht

Die Reform basiert auf den Empfehlungen der Fokusgruppe private Altersvorsorge aus dem Jahr 2023. Die wichtigsten Eckpunkte: ein neues, renditeorientiertes Altersvorsorgedepot ohne 100-Prozent-Beitragsgarantie, eine vereinfachte Förderlogik mit klar nachvollziehbaren Zulagen, transparente und gesetzlich begrenzte Kosten sowie ein unschädliches Wahlrecht für bestehende Riester-Verträge.

Ziel ist es, die Akzeptanz der staatlich geförderten Altersvorsorge wieder spürbar zu erhöhen. Heute besparen rund 16 Millionen Menschen einen Riester-Vertrag – Tendenz seit Jahren rückläufig. Mit der Reform soll der Vertrieb wieder attraktiv werden, ohne dass Verbraucher in teure Provisionsstrukturen gedrängt werden.

Was bleibt, was geht

  • Bleibt: Grund- und Kinderzulage als direkter Förderbaustein
  • Bleibt: Steuerliche Begünstigung der Beiträge im Rahmen des Sonderausgabenabzugs
  • Bleibt: Schutz vor Pfändung in der Ansparphase
  • Geht: Verpflichtende 100-Prozent-Beitragsgarantie
  • Geht: Komplexes Zulagenrückforderungs-System bei kleinen Beitragsabweichungen
  • Geht (vermutlich): Provisionsgetriebene Hochkostenprodukte

Die Detailausgestaltung der einzelnen Punkte wird mit dem finalen Gesetzentwurf festgelegt – wir aktualisieren die Inhalte tagesaktuell, sobald belastbare Informationen vorliegen.

Was Bestandskunden jetzt tun sollten

Wer bereits einen Riester-Vertrag bespart, sollte sich nicht voreilig zu einer Kündigung drängen lassen – das wäre wirtschaftlich fast immer die schlechteste Option. Empfehlenswert ist eine strukturierte Bestandsbewertung: Wie hoch sind die laufenden Kosten? Welcher Garantiewert ist erreichbar? Sind alle Zulagen vollständig vereinnahmt?

Auf Basis dieser Daten lässt sich später eine fundierte Entscheidung treffen, ob ein Übertrag in das neue Depot, eine Beitragsfreistellung oder die Weiterführung im Altvertrag wirtschaftlich am sinnvollsten ist. Unser Rechner liefert genau diese Vergleichsbasis – unabhängig und ohne Verkaufsdruck.

Was Berater und Makler beachten müssen

Für Berater und Makler bringt die Reform sowohl Chancen als auch Pflichten: einerseits ein moderner, gut vermittelbarer Produktkern, andererseits erhöhte Dokumentationsanforderungen. Bestandskunden müssen über das neue Wahlrecht informiert und transparent zu Übertragungs- oder Beitragsfreistellungsoptionen beraten werden.

Mit dem Berater-Tarif von RiesterAPP.de erhalten Sie standardisierte Auswertungen, ein revisionssicheres PDF-Prüf- und Dokumentationsprotokoll und die Möglichkeit, ganze Bestände strukturiert vorzubewerten – ideal für die Vorbereitung auf das Inkrafttreten der Reform.

Häufige Fragen

Was ist die Riester-Reform 2027?

Die Riester-Reform 2027 fasst mehrere Maßnahmen zusammen, mit denen die staatlich geförderte Altersvorsorge vereinfacht, kostengünstiger und renditestärker werden soll. Kernstück ist das neue Altersvorsorgedepot, das ohne 100-Prozent-Beitragsgarantie auskommt und stärker auf Aktienanlagen setzt.

Wann tritt die Reform in Kraft?

Ein Inkrafttreten ist zum Förderjahr 2027 geplant. Der genaue Zeitplan hängt vom parlamentarischen Verfahren ab. Sobald das Gesetz verabschiedet ist, aktualisieren wir alle Rechner und Inhalte unmittelbar.

Werden bestehende Riester-Verträge abgeschafft?

Nein. Bestehende Verträge sollen weitergeführt werden können. Zusätzlich ist ein unschädliches Wahlrecht vorgesehen, mit dem Sparer ihr Guthaben ohne Verlust von Zulagen und Steuervorteilen in das neue Altersvorsorgedepot übertragen können.

Was ändert sich für mittelbar Berechtigte?

Für mittelbar förderberechtigte Personen (z. B. nicht erwerbstätige Ehepartner) ist die Beibehaltung des bewährten Sockelbetrags von 60 € im Gespräch. Endgültige Klarheit bringt der finale Gesetzentwurf.

Welche Rolle spielt die Beitragsgarantie?

Die heutige 100-Prozent-Beitragsgarantie hat sich in der Niedrigzinsphase als renditeschädlich erwiesen. Im neuen Modell soll sie wegfallen oder deutlich reduziert werden – zugunsten höherer Aktienquoten und realer Renditechancen.

Bekommen auch Selbstständige Zugang zur Förderung?

Eine breitere Öffnung des Systems – auch für Soloselbstständige und Freiberufler – wird politisch diskutiert. Final wird die Förderberechtigung erst mit dem Gesetz festgelegt.

Weiterführende Rechner & Themen

Altersvorsorgedepot 2027

Das neue staatlich geförderte Depot.

Depot vs. Riester

Direktvergleich beider Welten.

Altvertrag übertragen

Unschädlicher Übertrag in das neue Depot.

Altvertrag prüfen

Bestandsbewertung vor Reform.

Berater & Makler

Bestandsmanagement und Compliance-Tools.

FAQ Reform 2027

Antworten auf die häufigsten Reform-Fragen.

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Die Inhalte basieren auf öffentlich verfügbaren Reformentwürfen und stellen keine Rechts- oder Anlageberatung dar. Maßgeblich sind die jeweils gültigen gesetzlichen Regelungen.